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Offenstallhaltung

Erfahrungswerte



Artgerechte Pferdehaltung.
Bedürfnis und Umsetzung, wie macht man es richtig?


Wir greifen auf jahrelange Erfahrung zurück,
haben alle Formen der modernen Pferdehaltung mitgemacht.
Da wir unsere Ponys nun ,,nur noch'' als Freizeittiere nutzen,
sie keine Hochleistungen mehr erbringen müssen.
Können wir ihnen den Luxus eines Offenstalles bieten.

Oberstes Grundbedürfnis:

Die Pferde, Pferde sein lassen ...
Wie jedes Lebewesen, so hat auch das Pferd bestimmte Grundbedürfnisse, die der Mensch für eine artgerechte Haltung des Vierbeiners auf jeden Fall kennen und berücksichtigen sollte. Diese Grundlagen der Pferdehaltung schaffen die Voraussetzung für ein gesundes und glückliches Pferdeleben.


Sozialkontakte:

Da es sich beim Pferd um Herdentiere handelt, brauchen sie den Kontakt mit ihren Artgenossen, um sich als Gruppentiere wirklich wohlfühlen zu können.

Pferde brauchen Freunde!


In freier Wildbahn leben die Tiere in differenziert zusammengesetzten Familiengruppen und schließen außerdem Freundschaften.
Nur durch Kontakt zu seinen Artgenossen bleibt das Pferd seelisch stabil, was der Gesundheit sehr dient.

Einzelhaltung von Pferden ist nicht artgerecht und führt häufig zu Auffälligkeiten.

Durch die Gruppenhaltung im Offenstall leben Pferde in ihrem natürlichen Umfeld der Herde.
Wie die Entwickelung in der Pferdehaltung über die letzten Jahrzehnte gezeigt hat, ist die Gruppenhaltung die artgerechteste Haltungsform für Pferde.
Bei der Größe der Fläche, der den Tieren zu Verfügung steht,
ist sichergestellt, dass sich jedes Pferd nach Bedarf auch mal zurückziehen kann.

Bewegung:

Ein regelmäßiger Auslauf neben Reiten/fahren ist erforderlich. Zum einen bewegen sich Pferde gerne langsam fressend vorwärts, zum anderen brauchen Sie auch genügend Platz, um sich spielend fortbewegen zu können. In der freien Wildbahn sind Pferde ca. 10 bis 16 Stunden am Tag damit beschäftigt, Nahrung zu suchen und zu fressen.

Nahrungsaufnahme:

Pferde sind von Natur aus "Dauerfresser" und brauchen daher über den ganzen Tag verteilt Futter. Da der Magen des Pferdes an seiner Körpergröße gemessen relativ klein ist, nimmt das Pferd viele kleine Mahlzeiten zu sich.
In den Wintermonaten wird das Futter durch Heu/ Silage ergänzt. Was über den Tag verteilt aufgefüllt wird. Außerdem werden die Pferde individuell mit Kraftfutter und Mineralien versorgt.


Platzbedarf:

Da Pferde zu den Fluchttieren gehören, ist es sehr wichtig darauf zu achten, dass sie genügend Platz zum Ausweichen haben, besonders in Stresssituationen.

Funktionsbereiche:

Pferde unterteilen ihren Lebensraum in unterschiedliche Funktionsbereiche. Das bedeutet, die Schlafstelle ist eine andere wie die Stelle zum Wälzen und die Fressstelle ist einen anderen Bereich, in dem Kot und Urin abgesetzt werden.


Witterungsverhältnisse:

Pferde kommen aus der Baumlosen Steppe, wo sie ständig Wind und Wetter abwechseln, und so den gesamten Organismus des Pferdes trainiert haben.
Dabei trägt das Sonnenlicht zu einem gesunden Stoffwechsel bei und steuert auch seinen Biorhythmus.
Extreme Klimaschwankungen und Temperaturstürze von 30- 40 Grad pro Tag können sie daher gut verkraften.
Das Fell der Pferde kann sich schnell an Temperatur Änderungen anpassen, indem es sich flachlegt oder aufstellt.
Pferdedecken verhindern diese sensiblen Anpassungen und können das Immunsystem schädigen (frieren oder überhitzen).

Wenn das Pferd die Wahl hat,
lebt es am liebsten draußen an der frischen Luft.
Da das hochleistungsfähige Atemorgan, die Pferdelunge,
verträgt nur absolut Staub und Bakterien freie Luft.


Abwechslung:

Pferde sind von Natur aus überaus neugierig. Bekommt ein Pferd nicht genügend Abwechslung, kann es sehr schnell Verhaltensstörungen entwickeln. Ein Pferd sollte daher immer viel zu sehen und zu entdecken bekommen, um Langeweile zu vermeiden. Durch die Umweltreize bleibt das Pferd geistig fit und gut gelaunt.

Der Nachteil:

In den Wintermonaten kann das Tier nicht so intensiv,
oder auch mal gar nicht genutzt werden.
Da sich auch das Fell den Klimabedingungen anpasst.
Ein Pferd, das aussieht wie ein Mammut bekommt man nur schwer sauber.
Wird bei Belastung schnell nass und nur schlecht wieder trocken.



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